Gold: Maßeinheit und Wertermittlung

Wer Gold oder auch andere Edelmetalle wie Platin, Palladium oder Silber verkaufen möchte, sollte einige Vorkenntnisse haben, um einen fairen und marktgerechten Preis dafür zu erhalten. Die typische Mess- und Maßangabe für Gold und alle anderen Edelmetalle ist die Feinunze. Eine Feinunze bezieht sich auf den Gehalt reinen Goldes und entspricht genau 31,1 Gramm. Legierungen oder wie auch immer geartete Verunreinigungen sind bei der Feinunze nicht mit einberechnet. Darum spielt für den Wert von Gold und Edelmetallen auch immer die Reinheit eine wichtige Rolle. Die Reinheit des Goldes wurde lange Zeit in Karat angegeben. Ein Goldstück oder Goldbarren mit 24 Karat besteht zu hundert Prozent aus Gold. Inzwischen werden die Angaben des Goldgehaltes vermehrt in Promille oder einem Dezimalwert gemacht. Goldbarren, die man als Wertanlage kauft, haben meist einen Goldgehalt von 999,99 Promille oder einen Dezimalwert von 916,6. Anders verhält es sich mit Münzen und vor allem mit Schmuck oder auch Altgold wie Dentalgold.

Feingehalte von Münz-, Schmuck- und Altgold

Münzgold hingegen hat meist 21,6 Karat, was einem Goldanteil von 90 Prozent entspricht. Doch auch bei Münzen gibt es je nach Alter, Herkunft und Präge Unterschiede. Wer bei seriösen Edelmetallhändlern wie Pro Aurum oder Degussa kauft beziehungsweise verkauft, wird genau über den Feingehalt einer Münze oder Gold in anderer Form aufgeklärt. Bei Schmuck liegen die Feingehalte noch wesentlich niedriger. Bei uns üblich ist 750er, 585er und 333er Gold. Schmuckstücke haben eine entsprechende Prägung. Der prozentuale Goldgehalt bei Schmuckstücken beträgt entsprechend 75 Prozent, 58,5 Prozent und 33,33 Prozent. Bei Altgold wie Dentalgold ist die Ermittlung des Feingoldgehaltes schwieriger, das es keine Prägung gibt. Er muss daher in der Regel im Labor ermittelt werden.

Wertermittlung bei Altgold mittels Goldrechner

Wer handelsübliche Münzen oder Barren aus Gold oder anderen Edelmetallen verkaufen möchte, hat etwas Eindeutiges zu bieten. Die Ankaufspreise bei verschiedenen Edelmetallhändlern können dennoch schwanken und es kann sich lohnen, Angebote im Vorfeld zu vergleichen. Grundsätzlich gilt: Umso größer die Stückelung, umso besser auch der Ankaufspreis. Ein Minibarren von einem Gramm bringt also prozentual gerechnet weniger als ein 100-Gramm-Barren. Der Ankaufspreis liegt leider auch immer unter dem Verkaufspreis. Schließlich wollen die Händler auch ihre Gewinnmarge machen. Wer alten Goldschmuck verkaufen möchte, kann mithilfe des Goldrechners den Wert seiner Ware im Vorfeld selbst berechnen.

So wird der Goldwert von Schmuck berechnet

Wichtig ist, dass Steine, Uhrwerke und andere, nicht goldene Anteile an Schmuckstücken entfernt werden. Ebenfalls wichtig ist, dass verschiedene Legierungen getrennt berechnet werden. Zum Berechnen des Wertes wird zudem eine präzise Waage, etwa eine Briefwaage benötigt. Der Goldrechner bietet die Berechnung der verschiedenen, bei und üblichen Legierungen, aber auch die Berechnung von Platin, Palladium und Silber. Ein seriöser Goldrechner ist immer direkt mit der internationalen Edelmetallbörse verbunden und zeigt den aktuellen Kurs und Wechselkurs aller Edelmetalle an. Man gibt schließlich Grammzahl und Legierung in den Goldrechner ein und erfährt innerhalb von Sekunden, wie hoch der aktuelle Wert des Goldes ist.