Goldmünzen als sichere Wertanlage

Goldmünzen

Gold gilt für viele Menschen immer noch als die Wertanlage Nummer 1. Und damit liegen sie keineswegs falsch. Gold behält unabhängig von Währungen immer einen Wert. Neben Barren empfiehlt sich durchaus auch eine Wertanlage in Münzen. Bis zu einem Betrag knapp unter 2000 Euro können Goldmünzen von einer Person anonym und steuerfrei erworben werden. Die bekanntesten Goldmünzen sind die Krugerrand aus Südafrika, die dort auch als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Weitere, international anerkannte Goldmünzen sind der Maple Leaf, der Eagle sowie Känguruh, Philharmoniker und Britannia. Anlagemünzen haben den Vorteil, dass die Stückkosten nicht so hoch sind. Für einen Betrag von 10.000 kann man je nach Kurs sieben bis acht Krugerrand erwerben. Kleinere Auflagen von Goldmünzen für Sammler und Anleger gibt es auch immer Mal wieder in Euro-Währung. Es gibt weiterhin einen Unterschied zwischen Anlagemünzen, die auch Barren- oder Bullionmünzen genannt werden, und Sammlermünzen. Ein weites Feld für Sammler, aber auch für Anleger sind antike Goldmünzen. Je nach Seltenheit sind solche Münzen etwa aus dem antiken Griechenland oder aus dem Persischen, Ägyptischen und Römischen Reich noch wesentlich wertvoller als ihr reiner Materialwert.

Die beliebtesten Anlagemünzen

1 DM Goldmark

Die Goldmünze zum Nennwert von einer Deutschen Mark ist eine Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland. Das Ausgabedatum diese Goldmünze war der 26. Juli 2001. Der Anlass der Prägung war das Gedenken an die Deutsche Mark, die am 1. Januar 2002 vom Euro abgelöst werden sollte. Der Entwurf der Münze geht auf Josef Bernhard zurück und ist mit dem der originalen 1-DM-Münze nahezu identisch. Die Bildseite zeigt den Bundesadler mit dem umlaufenden Schriftzug “Deutsche Bundesbank”. Auf der Wertseite steht der Nennwert 1-Deutsch-Mark, der mit Eichenlaub bekränzt ist. Die Gedenkmünze besteht aus 24 Karat Gold. Sie hat einen Durchmesser von 23,5 Millimetern und ein Gewicht von 12 Gramm. Sie wurde mit einer Auflage von jeweils 200.000 Stück in allen fünf deutschen Prägeanstalten in Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg geprägt. Die Gedenkmünzen für die Deutsche Mark in Gold wurden zum Ausgabedatum für 250 DM verkauft. Heute hat sich der Wert vervielfacht.

2 Rand Südafrika

Die 2 Rand Goldmünzen sind genauso wie die 1 Rand Goldmünzen die direkten Vorläufer der heute geprägten Krugerrand- Anlagemünzen aus Südafrika. Erstmals wurden die Rand-Münzen im Jahr 1961 von der Rand Refinery aufgelegt. Die 2 Rand Goldmünze entspricht dem klassischen britischen Souvereign und die 1 Rand Goldmünze exakt dem Half Souvereign. Der Souvereign wurde damals ebenfalls in Südafrika von der Rand Refinery geprägt. In den 1970er Jahren wurden die Rand Goldmünzen aufgrund der internationalen Ölkrise in hoher Auflage geprägt, weshalb auch heute noch viele dieser Münzen im Umlauf sind. Ihre Produktion wurde jedoch schon im Jahr 1983 eingestellt. Die Rand Münzen bestehen aus 22 Karat Gold und gelten bis heute als offizielles Zahlungsmittel in Südafrika. Auf der Vorderseite der 2 Rand Goldmünze ist das Porträt von Jan van Riebeeck abgebildet, der einst der erste Verwalter der Kapstädter Ostindischen Kompanie war. Die Rückseite der Randmünzen zeigt das südafrikanische Wappentier Springbock.

American Buffalo

Der American Buffalo ist eine Anlagemünze aus 24-karätigem Gold. Sie wird seit 2006 von der United States Mint in West Point im County New York geprägt. Der Buffalo wiegt etwas über 32 Gramm, hat die Größe von einer Feinunze und einen Nennwert von 50 Dollar. Auf der Vorderseite der Münze ist der markante Kopf eines Indianers im Profil zu sehen. Es wird kolportiert, dass dem amerikanischen Bildhauer und Münzgestalter James Earle Fraser im Jahr 1913 dafür vier berühmte Indianerhäuptlinge Modell gestanden haben sollen. Auch der Entwurf der Rückseite stammt von Fraser und zeigt einen Büffel. Dabei soll es sich um den berühmten “Black Diamond” handeln, der vor mehr als 100 Jahren im New Yorker Zoo gelebt hat, der American Buffalo ist eine Neuauflage einer alten 5-Cent-Münze. Diese Münze aus dem Jahr 1913 wurde Indian-Head-Nickel oder Buffalo-Nickel genannt. In Deutschland ist der American Buffalo nur schwer erhältlich.

American Eagle

Der American Gold Eagle ist eine Goldmünze mit einem Nennwert in US-Dollar. Der Entwurf der Münzvorderseite aus dem Jahr 1907 geht auf den einst sehr bekannten Bildhauer Augustus Saint-Gaudens zurück. Der Goldeagle zeigt hier ähnlich wie beim St. Gaudens Double Eagle die amerikanische Freiheitsgöttin Lady Liberty mit Olivenzweig und Fackel vor der aufgehenden Sonne. Die Rückseite wurde von Miley Busiek im Jahr 1986 gestaltet. Sie zeigt das amerikanische Wappentier, einen Weißkopfadler im Anflug über seinem Horst mit einem Jungen. Die Münze mit dem geriffelten Rand wird seit 1986 aufgelegt und besteht zu 91,67 Prozent aus reinem Gold. Den Eagle gibt es in vier verschiedenen Stückelungen, wobei die Münze von der Größe einer Unze die größte ist und einen Nennwert von 50 Dollar hat. Obwohl der Gold Eagle als offizielles Zahlungsmittel gilt, hat der Nennwert wie bei allen goldenen Anlagemünzen nur einen symbolischen Charakter.

Australien Känguru

Wie der Name schon sagt, ist der Australien Kangaroo oder Känguru eine Anlagemünze aus Australien. Die Bezeichnung Kangaroo der zuvor “The Australien Nugget” genannten und von der Münze Perth geprägten Goldmünze gibt es erst seit 2008. Eine Erstauflage erfolgte im Jahr 1986 mit polierter Platte als reine Sammlerausgabe. Inzwischen hat sich der Kangaroo als Anlagemünze etabliert. Die Münze gibt es zu Nennwerten zwischen 5 und 100 Australischen Dollar. Die Rückseite der Münze ziert ein Portrait von Queen Elisabeth II. nach einem Entwurf des britischen Bildhauers Ian Rank-Broadley aus dem Jahr 1999. Bis zum Jahr 1990 waren auf der Vorderseite Naturgoldnuggets abgebildet, die in Australien gefunden wurden. Es folgten wechselnde Abbildungen von Kängurus, die sich einfach besser verkaufen ließen. Bis heute wechseln die Motive. Lediglich auf den 2-Unzen-Münzen ist immer das “Red Kangaroo” abgebildet. Die größte Goldmünze der Welt ist ein Kangaroo. Sie wurde 2011 geprägt, wiegt mehr als eine Tonne, hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern und besteht wie alle Australien Kangaroos aus 24-karätigem Gold.

Britannia

Die Britannia ist eine britische Anlagemünze, die seit dem Jahr 1987 von der königlichen Prägeanstalt Royal Mint in vier verschiedenen Größen aufgelegt wird. Damit ist die Britannia die erste europäische Anlagemünze überhaupt. Das Erscheinungsjahr der Britannia war auch gleichzeitig das ihrer stärksten Auflage. Es wurden damals insgesamt 92.000 Münzen von jeweils einer Feinunze geprägt. Seit 2013 hat die Britannia einen Feingoldgehalt von 24 Karat, was 999,9 Tausendstel entspricht. Der Name der britischen Anlagemünze geht auf die Zeit der römischen Besatzung Britanniens um etwa 50 vor Christus zurück. Die Britannia wurde damals als Gottheit verehrt und ist bis heute das Sinnbild des britischen Patriotismus geblieben. Als symbolische Frauengestalt mit kriegerischem Habitus, gerüstet mit Helm, Dreizack und Schild, zierte die Britannia die nach ihr benannte Münze auf der Vorderseite bis zum Jahr 2000 unverändert. Der Entwurf ging auf P. Nathan zurück. Seitdem ist die Göttin in variierenden Motiven zu sehen. Die Rückseite der Münze mit geriffeltem Rand zeigt wechselnde Portrait von Queen Elisabeth II.

Deutscher Wald

Die Goldmünzen der Serie “Deutscher Wald” sind Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland mit einem Nennwert von 20 Euro. Die sechs verschiedenen Goldmünzen erschienen in den Jahren 2010 bis 2015 jeweils im Juni. Eine Münze der Serie “Deutscher Wald” besteht aus 24-karätigem Gold, hat einen Durchmesser von 17,5 Millimetern und wiegt 3,89 Gramm. Die Bildseiten zeigen jeweils das Laub beziehungsweise die Nadeln der Eiche, Buche, Fichte, Kiefer, Kastanien und Linde. Auf der Wertseite ist der Bundesadler, der Nennwert und der Schriftzug “Bundesrepublik Deutschland” abgebildet. Die Entwürfe stammen bis auf den der Kastanien-Goldmünze allesamt von Franticek Chochola. 2014 war Heinz Hoyer der verantwortliche Designer. Der Ausgabepreis der Münzen betrug aufsteigend zwischen 151 und 182,62 Euro. Jede Münze der Serie “Deutscher Wald” erschien in einer Auflagenhöhe von 40.000 Stück. Die Münzen wurden in allen fünf deutschen Münzprägen hergestellt.

Double Eagle

Der St. Gaudens Double Eagle ist eine alte, US-amerikanische Anlagemünze, die auf einen Entwurf des US-amerikanischen Bildhauers Augustus Saint-Gaudens zurückgeht. Sie hat einen Nennwert von 10 und 20 Dollar. Der Auftrag für die neu gestalteten Goldmünzen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Präsident Theodore Roosevelt erteilt. Der beauftragte Bildhauer St. Gaudens verstarb 1907 und konnte nur die Entwürfe für die 10 und 20 Dollar-Münzen vollenden. Die Vorderseite zeigt die amerikanischen Symbolfigur und Freiheitsgöttin Lady Liberty in Gestalt einer griechischen Göttin mit Olivenzweig und Fackel. Im Hintergrund ist das Kapitol in Washington zu sehen, umgeben von Sternen in der Anzahl der damaligen Bundesstaaten. Die Rückseite ziert ein Weißkopfseeadler im Flug über aufgehender Sonne und dem Wahlspruch “In God We Trust”. Die Münzen wurden auf Wunsch des Entwerfers sehr erhaben geprägt. Vom Double Eagle gibt es verschiedene Ausgaben mit leicht variierenden Motiven, die auch aus unterschiedlichen Prägeanstalten kamen. Der Double Eagle aus dem Jahr 1933 gilt als eine der teuersten Münzen der Welt und erreichte schon den Sammlerwert von 7,6 Millionen Dollar. Der Double Eagle wurde im Jahr 2009 in einer Neuauflage von der United States Mint geprägt und kostete am Erstausgabetag 1239 Dollar. Das Motiv der Neuauflage wurde gegenüber den klassischen Ausgaben wiederum in Details verändert. Die Vorderseite zeigt nun hinter der weitgehend unverändert gebliebenen Lady Liberty ein noch kleineres Kapitol und insgesamt 50 Sterne.

Dukaten

Der Dukaten oder Dukat ist eine historische Goldmünze, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts in ganz Europa verbreitet war und auch Zecchine genannt wurde. Das Gewicht eines Dukaten beträgt ungefähr 3,5 Gramm und der Feingoldgehalt liegt bei etwa 98,5 Prozent. Der Name des Dukaten geht auf Kaiser Konstantin X. zurück, der im 11. Jahrhundert lebte und dem Geschlecht der Dukas entstammte. Auf Byzantinischen Münzen war sein Beiname Dukas eingeprägt. Auch der venezianische Doge oder der englische Duce rührt von Dukas her. Ein erster Dukaten wurde im 13. Jahrhundert in Venedig geprägt. Er zeigte den heiligen Markus, der dem Dogen eine Kreuzfahne überreicht und auf der Rückseite ein Bildnis von Jesus mit der Umschrift “Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus”. Von Venedig aus gelangte der Dukaten nach ganz Europa und in den Orient. In Deutschland wurde er Mitte des 16. Jahrhunderts zur Reichsmünze erklärt und blieb es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Florin

Florin ist die französische Bezeichnung für den Florentiner, der in Italien Fiorino d’oro genannt wurde. Im späten Mittelalter war der Florin in ganz Europa ein angesehenes Zahlungsmittel. Geprägt wurde die goldene Münze zwischen 1252 und 1533 überwiegend in der Finanzmetropole Florenz, aber auch im Herzogtum Brabant, das im heutigen belgischen Staatsgebiet lag, in der Champagne in Frankreich und später in Venedig. Der Stadt Florenz hat der Florin auch seinen Namen zu verdanken. Je nach Prägejahr und Herkunft zeigte der Florin verschiedene Motive und Inschriften. Der damalige Wert des Florin lässt sich aus heutiger Perspektive nur schwer benennen und schwankte wohl auch im Laufe der Jahrhunderte beträchtlich.

Goldeuro

Viele Länder, in denen der Euro die offizielle Währung ist, geben regelmäßig auch Goldeuro-Münzen heraus. So auch die Bundesrepublik Deutschland. Unter den Seriennamen “Deutscher Wald” und “Heimische Vögel” sind das zum Beispiel Goldeuro mit einem Nennwert von 20 Euro. Zu einem Nennwert von 50 Euro erschien 2017 eine goldene Gedenkmünze zum 500. Jahrestag der Reformation, die nach einem Entwurf von Adelheid Fuss auf der Bildseite die sogenannte Lutherrose zeigt. Zwischen 2018 und 2020 wurden 50-Euro-Goldmünzen mit den Musikinstrumenten Kontrabass, Hammerflügel und Orchesterhorn geprägt. Die Serie soll fortgesetzt werden. Eine erste 100-Euro-Goldmünze wurde 2002 zur Begrüßung der neuen Währung aufgelegt. Alle Euro-Goldmünzen der Bundesrepublik bestehen aus 24-karätigem Gold. Alle 100-Euro-Goldmünzen wiegen 15,55 Gramm und haben einen Durchmesser von 28 Millimetern. Sie wurden und werden beispielsweise anlässlich der Erklärung deutscher Städte zum UNESCO-Welterbe geprägt, aber auch zur Austragung der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland im Jahr 2006 erschien eine 100-Euro-Goldmünze.

Guinea England

Die britische Goldmünze Guinea, zu Deutsch auch Guinee, war zwischen dem 17. und dem frühen 19. Jahrhundert im Umlauf. Ihren Namen hatte die Münze von dem gleichnamigen goldreichen Land an der Westküste Afrikas erhalten. Auf der Guinee waren jeweils die Porträts der herrschenden englischen Könige und das Königswappen abgebildet. Der Nennwert einer Guinee betrug ursprünglich 20 britische Schilling, was wiederum einem Pfund Sterling entsprach. Die Guinee wurde im Jahr 1814 schließlich vom britischen Souvereign abgelöst.

Heimische Vögel

Die Goldmünzen der Serie “Heimische Vögel” sind Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland mit einem Nennwert von 20 Euro. Die fünf verschiedenen Goldmünzen erschienen zwischen den Jahren 2016 bis 2020 jeweils im Juni. Eine Münze der Serie “Heimische Vögel” besteht aus 24-karätigem Gold, hat einen Durchmesser von 17,5 Millimetern und wiegt 3,89 Gramm. Der Rand ist geriffelt. Die Bildseiten zeigen je nach Jahrgang die Nachtigall, den Pirol, den Uhu, den Wanderfalken und den Weißstorch. Für den Juni 2021 ist eine weitere Münze der Serie mit der Abbildung eines Schwarzspechtes geplant. Auf der Wertseite ist der Bundesadler, der Nennwert und der Schriftzug “Bundesrepublik Deutschland” abgebildet. Die Entwürfe gehen auf die Münzdesigner Bodo Broschat, Franticek Chochola und Adelheid Fuss zurück. Der Ausgabepreis der Münzen betrug aufsteigend zwischen 184,97 und 229,48 Euro. Die noch nicht in Umlauf gebrachte Goldmünze wird vermutlich um 240 Euro kosten. Jede Münze der Serie “Deutscher Wald” erschien in einer Auflagenhöhe von 40.000 Stück. Die Münzen wurden in allen fünf deutschen Münzprägen hergestellt.

Krugerrand

Der Krugerrand, im Deutschen auch Krügerrand genannt, ist zumindest für den europäischen Anleger die berühmteste Anlagemünze überhaupt. Sie kommt aus Südafrika und wird dort seit 1967 geprägt. Der Krugerrand folgte auf die Gold Rand Münzen, die durch den Krugerrand an Bedeutung verloren und deren Prägung schließlich eingestellt wurde. Die Vorderseite des Krugerrands zeigt das Porträt von Paul Kruger. Stephanus Johannes Paulus Kruger war Politiker, zwischen 1882 und 1902 Präsident der südafrikanischen Republik und nicht zuletzt Gründer des berühmten Kruger-Nationalparks. Kruger war Sohn deutscher Einwanderer und wurde von der Bevölkerung auch liebevoll “Onkel Paul” genannt. Der Vorbild für das Portraits war eine Büste des deutschen Bildhauers und Münzmeisters Otto Schultz aus dem Jahr 1892. Die Münzrückseite des Krugerrands zeigt wie auch schon der Vorgänger Gold Rand einen Springbock, das Nationalsymbol Südafrikas. Der Entwurf aus dem Jahr 1967 geht auf Coert Steynberg, einen südafrikanischen Bildhauer, zurück. Der Krugerrand ist in Südafrika ein offizielles Zahlungsmittel. Allerdings wird der goldene Krugerrand selten als Bargeld genutzt, denn sein Wert ändert sich permanent entsprechend des Goldpreises. Er besteht aus 22-karätigem Gold. Den Krugerrand in Gold gibt es in verschiedenen Stückelungen. Er wird in der Rand Refinery in der Stadt Germiston nahe Johannesburg geprägt und ist die auflagenstärkste Anlagemünze weltweit. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Krugerrands wurden auch Silber- und Platinmünzen zum Nennwert von 1 und 10 Rand geprägt.

Maple Leaf

Der Maple Leaf ist eine der bekanntesten Anlagemünzen und kommt aus Kanada. Der englischsprachigen Bezeichnung für das Blatt des Zuckerahorns, dem kanadischen Nationalsymbol, verdankt der Maple Leaf seinen Namen. Das Ahornblatt ist nicht nur das zentrale Element auf der kanadischen Nationalflagge, sondern auch das der Münzrückseite. Eine erste Maple-Leaf-Münzserie wurde im Jahr 1979 geprägt. Die Münzen bestanden aus einer Feinunze 24-karätigem Goldes. Es folgten viele weiteren Münzserien auch in anderen Stückelungen und seit 1988 auch aus Silber, Platin und Palladium (erst seit 2005). Die Vorderseite des Maple Leaf ziert ein Porträt von Queen Elisabeth II. Bei dem spektakulären und bis heute nicht geklärten Münzraub aus dem Bode-Museum im Jahr 2017 handelte es sich um eine Sonderprägung des Mapel Leafs. Die besonders große Goldmünze befand sich seit 2010 in dem Berliner Museum als Leihgabe von einer nicht genannten Privatperson. Vermutlich wurde sie von den Räubern zerteilt verkauft und ist damit für immer verloren.

Napoléon d’Or (Francs)

Beim Napoléon d’Or handelt es sich um eine historische Goldmünze aus Frankreich. Die Goldmünze wurde ab 1803 unter der Herrschaft Napoleons I. und ab 1853 unter der Herrschaft Napoleons III. geprägt. Der Vorläufer des Napoléon d’Or war des ebenfalls goldene Louis d’Or. Der Napoléon d’Or hatte je nach Größe einen Wert von 20 oder von 40 Francs. Auch neuere französische Goldmünzen mit einem Nennwert von 20 Francs werden mitunter noch Louis d’Or oder Napoléon d’Or genannt. Der Napoléon d’Or gehörte einst zu den wichtigsten Münzen der sogenannten Lateinischen Münzunion zwischen der Schweiz, Frankreich und Italien, die formal bis 1926 bestand. Im Kanton Glarus in der Ostschweiz wurde sogar noch bis in die 1940er Jahre mit der Währung Napoléon d’Or gerechnet. Den Napoléon d’Or gab es in verschiedenen Prägungen und die Motive gingen immer auf die Herkunftsländer zurück. Das waren neben Frankreich, Italien und der Schweiz auch Griechenland und Belgien.

Reichsmark

Zwischen 1871 und 1915 wurden im Deutschen Kaiserreich insgesamt drei Reichsgoldmünzen mit einem Nennwert von 20 Mark geprägt. Zwischen 1959 und 1962 gelangten über die Fälscherwerkstatt Schmidt-Hausmann sehr viele Fälschungen in Umlauf. Reichsgoldmünzen werden daher sorgfältig hinsichtlich des Feingoldgehaltes, aber auch der numismatischen Echtheit überprüft. Echte Reichsgoldmünzen mit dem markanten Reichsadler auf der Rückseite wiegen 7,96 Gramm, haben einen Durchmesser von 22,5 Millimetern und bestehen zu 90 Prozent aus Gold und zu 10 Prozent aus Kupfer.

Wiener Philharmoniker

Der Wiener Philharmoniker, kurz Philharmoniker genannt, ist eine Goldmünze aus Österreich. Sie wird seit 1989 von der Münze Österreich in Wien nach Bedarf geprägt und ist als Anlagemünze vor allem in Nordamerika und Japan sehr beliebt. Sie hat einen Feingehalt von 99,99 Prozent und besteht damit aus purem Gold. Seit 2008 gibt es auch Philharmoniker in Silber und seit 2016 in Platin. Der Entwurf für diese attraktive Münze geht auf Thomas Pesendorfer, dem Chefgraveur der österreichischen Münze, zurück. Die Münze zeigt auf der Vorderseite die Musikinstrumente des berühmten Orchesters, dessen Namen sie trägt. Ein Cello in der Mitte wird von zwei Bratschen, zwei Geigen, einem Horn, einer Harfe und einem Fagott flankiert. Auf der Rückseite ist die Orgel aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins abgebildet. Der Ur-Philharmoniker besteht aus einer Unze Gold, wiegt damit 31,103 Gramm und hat einen Durchmesser von 37 Millimetern. Diese Münze mit dem geriffelten Rand hat einen Nennwert von 2000 Österreichischen Schilling und später 100 Euro, was für ihren wirklichen Wert aber nicht von Bedeutung ist. Denn der orientiert sich wie bei allen Anlagemünzen am aktuelle Goldpreis.