Schmucklexikon: Gold, Schmuck und Edelmetalle

Finden Sie im Schmucklexikon alles, was sich über Schmuck zu wissen lohnt. Die Welt des Schmucks ist wahrlich eine Wunderwelt voller Überraschungen. Vom Armschmuck über Ohrschmuck bis hin zu Kette und zum Ring erfahren Sie Interessantes über die Kulturgeschichte einzelner Schmuckstücke. Was unterscheidet Schmuck für Frauen von dem für Männer? Wann trug der Mensch erstmals Ohrringe oder Broschen? Wo kommen bestimmte Begriffe aus der Welt des Schmückens eigentlich her? Der Mensch schmückt sich, seit er existiert. Das Bedürfnis des Schmückens scheint so dringlich zu sein wie das, sich zu kleiden oder untereinander auszutauschen. Schmuck ist Statement und Mittel zur Kommunikation. War das Schmücken früher nur den Betuchten und Mächtigen vorbehalten, ist es heute für jedermann eine Möglichkeit, seine Schönheit und seine Persönlichkeit herauszustellen und zu betonen. Der Begriff Schmuck leitet sich vom Geschmeide ab. Geschmeide wiederum ist auf das Schmieden von Metall zurückzuführen. Schmuck gab es jedoch schon weit bevor der Mensch Metalle bearbeiten konnte. Schon in der Steinzeit schmückten sich Männer und Frauen mit Tierzähnen, Muscheln, Schnecken, schönen Steinen und Federn. Ein passender Schmuck ist das i-Tüpfelchen eines jeden Outfits und das Wissen um die Hintergründe des menschlichen Kulturgutes Schmuck macht unseren Alltag spannend und reich.

Ringe

Ringe aus Edelmetall, Gold, Silber, Platin und Palladium
Ringe zählen zu den ältesten, bekannten Schmuckstücken der Menschheitsgeschichte. Im tschechischen Pavlov wurden Ringe aus Mammutelfenbein gefunden, die 21.000 Jahre alt sind. In den Urzeiten des Menschen waren Ringe nicht nur Schmuckgegenstände, sondern auch Zahlungsmittel. In der etwas jüngeren Vergangenheit waren vor allem Siegelringe Symbole von Macht und Würde. Erste Eheringe wurden in der Antike als Zeichen eines Eheversprechens an die zukünftige Braut verschenkt. Auch heute noch haben Ringe und insbesondere Eheringe einen hohen Symbolcharakter. Ein wertvoller Ring ist oftmals mit einem besonderen Ereignis verbunden. Die Symbolkraft bezieht ein Ring nicht zuletzt aus seiner Form, die keinen Anfang und kein Ende hat und damit für die ewige Verbundenheit steht. Kein anderes Schmuckstück drückt besser Beziehungen und Bindungen aus. In christlichen Orden oder auch Geheimbünden symbolisieren Ringe die Dazugehörigkeit. Für herausragende künstlerische Leistungen werden ebenfalls Ringe verliehen. Nicht zuletzt aber ist ein Ring ein schönes und ganz individuelles Schmuckstück, das einen womöglich durchs ganze Leben begleitet und das von einer Generation auf die nächste weiter vererbt werden kann. Das bevorzugte Material für klassische Ringe sind Gold, Platin oder Silber. Oft sind Ringe mit Edelsteinen oder auch Perlen besetzt.

Solitär-Ring

Solitärring: ein klassischer Verlobungsring mit einem Edelstein
Ringe für die Finger sind eine auf der ganzen Welt verbreitete Schmuckform, die es in allen Epochen der Menschheit gegeben hat und immer noch gibt. Die ältesten bekannten Ringe sind mehr als 20.000 Jahre alt und waren noch nicht aus Metall, sondern aus Elfenbein. Im Laufe der Jahrtausende bildeten sich verschiedene Ringformen heraus. Ringe aus Edelmetall dienten zeitweise als Zahlungsmittel. Vor allem der Siegelring galt als Zeichen der Macht und Würde bei hochrangigen Männern und Frauen. Ringe sind oftmals hochsymbolische Schmuckstücke. Das zeigt sich vor allem an Eheringen und auch an Verlobungsringen. Eine besondere und meist sehr wertvolle Form des Ringes ist der Solitärring. Gerade für einen Verlobungsring wird oftmals diese Ringform gewählt. Mehr noch als in Europa muss ein Verlobungsring in Amerika ein besonders hochwertiges Schmuckstück sein, an dem die zukünftige Braut ihre Wertschätzung messen möchte. Ein Solitärring zeichnet sich durch einen einzigen, erhaben gefassten Edelstein aus. Meistens handelt es sich dabei um einen geschliffenen Diamanten, aber auch Edelsteine wie Saphire, Smaragde, Rubine oder auch besonders wertvolle Perlen können einen Solitärring zieren. Das Material für Solitärringe ist in der Regel Gelbgold, Weißgold oder Platin. Edelsteine für einen Solitärring werden im Brillantschliff ausgeführt, der in seiner heutigen Form erst Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Beim Brillantschliff erhält ein Rohdiamant mindestens 32 Facetten und eine sogenannte Tafel im Oberteil sowie mindestens 24 Facetten und eine Kalette im unteren Teil. Für die Fassung eines Solitärs ist die sogenannte Krappenfassung gebräuchlich.

Ohrschmuck

Ohrschmuck tragen und trugen die Menschen in allen Kulturen und in allen Epochen. Die ältesten Funde von Ohrringen sind etwa 8.000 Jahre alt. Ötzi, der Gletschermann aus der Jungsteinzeit, trug Ohrringe. An uralten Buddha-Statuen fallen die mit Ringen gedehnten Ohrläppchen auf. Auch Kleopatra scheint eine bekannte Ohrringträgerin gewesen zu sein, ebenso wie das Mädchen mit dem Perlenohrring des berühmten niederländischen Malers Vermeer van Delft. Bei den indigenen Kulturen Afrikas, Asiens, Amerikas und Ozeaniens ist Ohrschmuck für Frauen und oftmals auch für Männer ganz selbstverständlich. Ohrringe, die in Ohrlöchern getragen werde, sind wahrscheinlich die ersten Piercings überhaupt, die auch im mittelalterlichen und neuzeitlichen Europa akzeptiert wurden. Vor diesem kulturellen Hintergrund wird klar, wie vielfältig Ohrschmuck ist. Er reicht von kleinen Perlen oder Steinen an Steckern bis hin zu auffälligen, extravaganten Gehängen. Der Materialvielfalt sind bei Ohrringen ebenfalls kaum Grenzen gesetzt, wenngleich Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin immer noch am besten verträglich sind. Auch immer mehr Männer begeistern sich heutzutage wieder für Ohrschmuck. Das Ohr ist eine besonders intime Stelle am Kopf, die mit Bedacht geschmückt sein will. Eine breite Auswahl an individuellem Ohrschmuck macht es jedoch möglich, dass jede Frau und jeder Mann das für sich passende Schmuckstück findet. Das Spektrum reicht von Steckern über Ohrhänger bis hin zu üppigen Kreolen. Und wer vor dem Durchstechen zurückschreckt, kann seine Ohren auch mit Clips schmücken.

Ohrringe

Ohrringe aus Gold, Silber, Platin und Palladium
Ohrringe sind am Ohr getragene Schmuckstücke, meist in Form eines kleineren Ringes. Die bisher älteste Form eines Ohrringes, die jemals gefunden wurde, ist um die 8.000 Jahre alt und stammt aus der Inneren Mongolei. Es wurden gleich mehrere Exemplare entdeckt, die aus Jade gefertigt waren. In der Jungsteinzeit wurden Ohrringe auch von Männern getragen, wie die Gletschermumie Ötzi uns gezeigt hat. Im Alten Orient und in der griechischen und römischen Antike waren Ohrringe als Schmuck für Frauen sehr beliebt. Sie waren schon aus Edelmetallen wie Gold gefertigt. Seit der Neuzeit wurden Ohrringe als Frauenschmuck auch in Mittel- und Westeuropa immer beliebter. Sie sind Bestandteil zahlreicher Trachten und ihr Tragen setzte das Durchstechen des Ohrläppchens voraus. Damit ist der Ohrring vermutlich das erste Piercing, das in breiten bürgerlichen und bäuerlichen Schichten Akzeptanz fand. Die Ausführung von Ohrringen ist heute so vielfältig wie Schmuck nur sein kann. Edelmetalle wie Gold und Silber sind für diese Schmuckform das am besten geeignete Material, denn sie lösen am hochempfindlichen Ohr keine Allergien aus. Ohrringe können ganz unterschiedlich verziert sein und sind inzwischen auch bei vielen Männern ein beliebter Schmuck. Bei indigenen Kulturen kommt dem Ohrring oft eine besondere Bedeutung zu und er ist Mittel der Kommunikation. Der Ohrring markiert Lebensphasen, Stammeszugehörigkeiten oder verdeutlicht die Position des Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft. Unter dem Begriff Ohrringe wird nicht selten auch die große Form der Creole, Ohrstecker oder Ohrschmuck mit üppigen Anhängern subsumiert.

Creolen

Creolen aus Gold, Silber, Platin und Palladium
Creolen sind meist besonders große und auffällige Formen von Ohrringen. Creolen gelten heute als ein besonders weibliches Schmuckstück. Tatsächlich trugen in früheren Zeiten aber vor allem Seefahrer und Fischer Creolen aus Gold, in die sie ihre Initialen eingravieren ließen. Sie hofften bei einem Seemannstod in fremden Gewässern auf diese Weise identifiziert zu werden. Doch es gab noch einen weiteren Grund für das Tragen von goldenen Creolen bei Seeleuten. Die recht wertvollen Creolen fielen bei einem Schiffsunglück der Kirchengemeinde des Fundortes zu. Im Gegenzug gewährleistete die Kirchgemeinde den Toten ein christliches Begräbnis. Zimmerleute und Bauhandwerker auf der Walz trugen und tragen mitunter als Zeichen ihrer Zunft ebenfalls Creolen im linken Ohr. Als Creolen bezeichnete Ohrringe sind immer kreisrund. Sie können breit oder schmal, ganz schlicht gehalten oder zusätzlich verziert sein. Sie werden oft aus Gold oder Silber gefertigt, können aber auch aus Horn und weiteren Materialien bestehen. Wenn Creolen zu schwer sind, reißen beim dauerhaften Tragen die Ohrläppchen leicht ein. Die Gefahr hängenzubleiben, ist bei Creolen ebenfalls wesentlich höher als bei anderem Ohrschmuck. Creolen für Frauen passen zu einem extrovertierten Outfit ebenso wie zu einem schlichten Kleid oder Pullover, wo sie zu wahren Blickfängen werden.

Ohrhänger

Ohrhänger aus Gold, Silber, Perlen und Edelsteinen
Ohrhänger sind meist ein eher verspielter Ohrschmuck in der Form von Tropfen, Blumen und Perlen oder auch Ketten. Sie werden wie klassische Ohrringe mit Verschluss oder wie Stecker am Ohr angebracht. Manche Ohrhänger hängen auch an offenen Hacken, können damit aber recht leicht verloren gehen. Für Schmuckträgerinnen ohne gestochene Ohrlöcher gibt es Ohrhänger auch an Clips. Besonders schön sind in Gold oder Silber gefasste Ohrhänger mit kleinen Edelsteinen wie beispielsweise grüner Lemonquarz, roter Granat oder auch schwarzer Onyx. Die Fassungen der Steine können schlicht, aber auch mit Motiven wie Blumen und Ranken verziert sein. Die Motive der Ohrhänger selbst variieren ebenfalls vielfältig. Die Auswahl reicht von Ohrhängern in Kreuz-, Stern-, Mond- und Herzform bis hin zur schlichten weißen Perle oder auch ganz modernen Formen. Kleine Ohrhänger sind durchaus alltagstauglich, passen aber auch gut zu etwas festlicherer Kleidung. Ein kleines eigenes Sortiment an Ohrhängern sollte jede Frau besitzen. Hübsche Ohrhänger beleben jedes Outfit als kleine Blickfänge, ohne sich wirklich in den Vordergrund zu drängen. Kleine Ohrhänger sind sehr weibliche und individuelle Schmuckstücke, die in Farbe und Machart gut auch mit anderen Schmuckstücken wie Ketten, Ringen und Armbändern abgestimmt werden können. Als Geschenk für eine Frau, die gern Ohrringe trägt, sind hochwertig und kunstvoll gearbeitete Ohrhänger immer eine schöne und willkommene Überraschung.

Ketten

Schmuckketten für den Hals sind ein Klassiker des Schmucks. Vermutlich schmückten sich die Menschen schon in der Steinzeit mit Ketten aus Tierzähnen, Muscheln und Federn. Im Französischen nennt man Ketten Collier, was mit „Halsfessel“ übersetzt werden kann. Weit verbreiten sind Gliederketten aus Gold oder Silber in verschiedenen Formen. Es gibt sogenannte Ankerketten, Panzerketten oder Königsketten, um nur einige zu nennen. Je nach persönlicher Vorliebe können daran Anhänger in verschiedener Form getragen werden. Ein Klassiker für Damen sind schlichte, aber wertvolle Perlenketten. Überhaupt reicht der Halsschmuck von einfachen und zierlichen Ketten über verspielte und romantische Halsbänder bis hin zu üppigen, mit Edelsteinen und Perlen besetzten Colliers. In vergangenen Epochen waren Ketten Insignien der Macht. Könige und Königinnen trugen sie ebenso wie Häuptlinge und Stammesfürsten. Halsketten werden auch heutzutage längst nicht nur von Frauen getragen. Auch Herren zeigen sich mit massiven Gliederketten aus Edelmetall oder Stahl oder auch mit schlichten Ketten, an denen der persönliche Talisman oder ein von indigenen Völkern inspiriertes Schmuckstück hängt. Das Wort Kette leitet sich übrigens vom lateinischen Wort catena ab und bedeutet so viel wie Reihe oder auch Schar.

Halsketten

Halsketten aus Edelmetall, Gold, Silber, Platin und Palladium
Halsketten oder auch Schmuckketten sind meist aus Edelmetallen gearbeitete, aneinandergereihte Kettenglieder in verschiedener Form, Länge und Ausführung. Die Bezeichnung Kette leitet sich vom althochdeutschen Wort ketina für „Reihe“ beziehungsweise „Schar“ ab. Das lateinische Wort collare und das französische collier hingegen beziehen sich direkt auf das wörtliche Fesseln des Halses. Klassische Formen von Halsketten sind sogenannte Königsketten, Ankerketten, Panzerketten, Veneziaketten, Kugelketten oder Kordelketten, um nur einige zu nennen. Hochwertige Ketten sind massiv und manchmal sogar von Hand gearbeitet. Maschinen gefertigte Ketten können ebenfalls massiv oder hohl ausgeführt sein. Ketten aus den Edelmetallen Gold und Silber eignen sich gut, um daran verschieden Formen von Anhängern zu tragen, die dann ebenfalls entsprechen aus Gold oder Silber gefertigt sein sollten. Die moderne Schmuckindustrie produziert inzwischen auch attraktive Ketten aus Edelstahl und anderen Metallen. Ketten sind schon seit der Frühzeit der Menschheit beliebte Schmuckobjekte. In der Steinzeit wurden Ketten aus Knochen, Horn und anderen organischen Materialien hergestellt. Heinrich Schliemann, einer der ersten Archäologen, fand 1873 in den Überresten des antiken und mythischen Troja Goldschmuck und Ketten von unschätzbarem Wert, die schon weit über 4.000 Jahre alt sein müssen. In früheren Jahrhunderten waren Halsketten Insignien der Macht von Königen und Fürsten. Später wurden die kunstvollen Gebilde zum Bestandteil so mancher Tracht. Heute sind Halsketten allseits beliebte Schmuckaccessoires für Frauen und für Männer. Ketten können vielfältig durch Anhänger variiert werden. Sie eignen sich besonders gut zum spielerischen Umgang mit Schmuck. Lange Ketten können beispielsweise mehrfach um den Hals gelegt werden. Der Modemutige darf durchaus auch mal mehrere Ketten gleichzeitig tragen.

Perlenketten

Perlen und Perlenketten gehören als Standard in jedes Schmuckkästchen
Perlenketten sind Klassiker des Schmucks und wirken am Hals einer schönen Frau oder aparten Dame besonders elegant. Bei einer traditionellen Perlenkette werden hochwertige und gleichmäßig große und runde Perlen von weißer oder cremeweißer Farbe aneinandergereiht. Natürlich gibt es inzwischen die unterschiedlichsten Varianten von Perlenketten. Perlen sind schließlich weder ausschließlich rund noch sind sie immer weiß. Inzwischen kennt und verarbeitet die Schmuckindustrie schwarze, bunt schimmernde Perlen aus Tahiti und silber- und goldfarbene Perlen aus der Südsee, gezüchtete Akoya-Perlen in unterschiedlichsten Größe und allen Farben des Regenbogens sowie die kleinen Keshi-Perlen, die als Nebenprodukt in Akoya-Muscheln heranwachsen. Perlen können neben runden auch flache, birnenförmige oder barocke Formen haben. Perlen sind besonders sinnliche Schmuckobjekte, die trotz Zucht in Perlenfarmen immer in gewisser Weise ein Naturprodukt bleiben und die eine lange Zeit benötigen, um heranzuwachsen. So unterschiedlich Perlen also sind, so unterschiedlich sind auch Ketten aus Perlen. Es gibt mehrreihige Perlenketten und auch solche, bei denen Perlen in verschiedenen Farben verarbeitet wurden. Der Handel bietet kurze Perlenketten und besonders lange, die auf der Brust noch einmal verknotet werden können. Perlen können auf Ketten dicht oder lose aufgefädelt sein. Der Schmuckhandel hat besonders filigrane Perlenketten sowie dicht verschlungene aus Perlen verschiedener Größe und Schattierung im Angebot. Und schließlich ist auch eine schlichte Goldkette mit einem einzigen Perlenanhänger ein reizendes Schmuckstück, das durchaus Aufsehen erregt. Die Auswahl an Perlenketten ist groß und bietet etwas für jeden Typ Frau. Immer jedoch haben solche hochwertigen Schmuckstücke eine besondere Magie und ganz eigene Ausstrahlung.

Fußketten

Fußketten: aus Gold und Silber
Fußketten an schlanken Fesseln und über gepflegte Füßen können durchaus sehr apart sein. Gerade im Sommer oder im Urlaub am Strand sind Fußketten ein beliebtes Accessoire auf schön, gebräunter Haut. Fußketten können schlichte silberne oder goldene Ketten sein. Meist sind sie jedoch eher verspielt und haben zauberhafte kleine Details wie Anhänger aus Muscheln oder in Form von Sternen, Herzen, Münzen, Monden, Perlen und vielen anderen Motive. Es gibt auch sehr hübsche Fußketten aus Perlen und Halbedelsteinen in kräftigen sommerlichen Farben wie Türkisblau oder Korallenrot. Auch Lederbänder mit silberfarbenen Schließen werden als Fußketten getragen. Fußketten sind ein exotischer Schmuck, der an Südsee, weißen Strand und Palmen denken läßt. Wahre Liebhaberinnen von Fußketten geben sich selten mit nur einer Kette zufrieden. Oft werden mehrere verschiedene Ketten übereinander getragen oder eine lange Kette mehrmals ums Fußgelenk geschlungen. Das bevorzugte Material für Fußketten ist Silber, aber es gibt natürlich auch goldfarbene Ketten fürs Fußgelenk. Daneben bietet der Schmuckhandel auch ganz komplexe Fußkettengebilde für beide Füße, die ein oder mehrere Zehen einbeziehen. Solcher Fußschmuck erinnert mehr an den Orient als an die Karibik. Dieser Fußschmuck ist meist sehr hochwertig aus Weißgold oder Silber gefertigt und mit Edelsteinen und Perlen besetzt. An schönen Füßen ist ein komplexer Fußschmuck durchaus etwas Besonderes. Neben luftig leichten, sommerlichen Fußketten und Fußschmuck gibt es auch massive goldene und silberne Fußketten, die durchaus auch zu High Heels getragen werden können. Ethnisch inspirierte Muster und Motive sind bei Fußketten ebenfalls üblich. Sie erinnern an den Schmuck der Indianer und an den von Bewohnern der Südsee.

Anhänger

Anhänger an Ketten oder Armbändern
Anhänger werden an Ketten oder auch an Armbändern getragen. Sie ermöglichen eine gewisse Abwechslung beim täglichen Outfit. Nicht selten sind Anhänger persönliche Glücksbringer oder Erinnerungsstücke. Ein Anhänger kann beispielsweise ein klassischer Solitär, etwa ein Diamant oder eine Perle sein. Viele Anhänger für Halsketten oder Armbänder haben symbolischen Charakter, angefangen vom christlichen Kreuz oder dem persönlichen Sternzeichen über Kleeblatt, Herz, Schlüssel und Anker bis hin zu Stammessymbolen oder keltischen Motiven. Besonders schön sind antike Anhänger, die mit Edelsteinen wie Granaten oder Bernstein besetzt sind. Wer ein solches Stück geerbt hat, kann sich wirklich glücklich schätzen. Ein Schmuckanhänger sollte die Persönlichkeit des Trägers unterstreichen. Natürlich kann er auch mit einer bestimmten Botschaft verbunden sein oder für die Verbindung zu einem anderen Menschen stehen. In einem Medaillon als Anhänger kann man ein persönliches Bild verwahren. Anhänger können auch Sammelobjekte sein. So hegen manche Frauen eine ausgeprägte Leidenschaft für Anhänger von Swarovski oder den spanischen Traditionsschmuck Engelsrufer, der mit sanftem Klingeln und Engelsflügeln Glück verheißt. Die Formensprache, das Material und auch das Preisspektrum für Anhänger ist unglaublich vielfältig. Sie sind kleine Accessoires des persönlichen Ausdrucks und können der Stimmung entsprechend getragen werden.

Motivanhänger

Motivanhänger: am Hals oder am Arm getragene Botschaften
Motivanhänger für Ketten ermöglichen beim täglichen Schmücken eine gewisse Abwechslung, denn mit einem anderen Motivanhänger verändert jede Kette ihr Gesicht. Natürlich sind Motivanhänger auch immer am Hals oder am Arm getragene Botschaften oder Statements. Ebenso kann ein Motivanhänger ein persönlicher Glücksbringer sein oder für die Verbundenheit zu einem anderen Menschen stehen. Die Spannbreite der Motive ist nahezu unbegrenzt. Sehr beliebt sind immer noch Klassiker wie Herzen oder Kreuze, die im Material und Ausführung natürlich sehr unterschiedlich sein können. Motivanhänger sind auch für kleine Mädchen als erste Schmuckstücke sehr interessant. Sie haben vielleicht die Form des Lieblingstieres oder der Lieblingsheldin, können als Katze, Erdbeere, Kleeblatt, Schmetterling oder Marienkäfer daher kommen und natürlich schön bunt sein. Für die erwachsene Frau hält der Schmuckhandel natürlich auch sehr hochwertige Motivanhänger aus Gold und Silber bereit, in denen durchaus auch Edelsteine verarbeitete sein können. Klassische Motive haben oftmals die Form von Medaillons mit eingravierten oder durchbrochen gearbeiteten Lebensbäumen oder antiken, religiösen und ethnisch inspirierten Motiven. Sehr apart sind ebenfalls Motive aus der Zeit des Jugendstils wie beispielsweise Libellen. Ein Klassiker als Motivanhänger ist der Delphin, der schon im antiken Griechenland als Glücksbringer galt. An speziellen Ketten für Motivanhänger können auch gleich mehrere Anhänger getragen werden. Auch Armbänder werden manchmal in ähnlicher Weise ausgeführt. Sehr originell sind Motivanhänger, die Funde aus frühen Epochen der Menschheitsgeschichte kopieren. Das sind etwa keltische Motive oder antike Amphoren. Die berühmte Himmelsscheibe von Bebra wurde ebenfalls schon als Motivanhänger gesehen. Motivanhänger werden am besten an schlichten mittellangen Ketten aus Gold oder Silber getragen.

Herzanhänger

Herzanhänger – Anhänger in Herzform
Das Herz ist beim Schmücken immer ein ganz besonderes Motiv. Es ist das zentrale Organ unseres Körpers, ohne das wir nicht leben können. Das Herz ist aber auch das prominenteste Symbol für die Liebe, ohne die zu leben, man sich ebenfalls nicht vorstellen möchte. Anhänger in Herzform sind verspielt und liebenswert und immer auch ein wenig mädchenhaft, denn wann glaubt man mehr an die Liebe als in jungen Jahren? Dabei geht das Herzsymbol weniger auf unser zentrales Organ zurück, als auf stilisierte Plattformen von Feigenblatt und Efeu. Der Efeu symbolisierte schon in der Antike und im frühen Christentum die ewige Liebe, weil er unverwüstlich rankt, wächst und sich um andere Bäume oder Gegenstände windet. Schon in den Minnebüchern des Mittelalters wurde rankender Efeu in roter Farbe dargestellt. Herzanhänger als Schmuck gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Besonders schön sind antike oder antiken Anhängern nachempfundene Exemplare aus roten Granaten und Rubinen, weil sie die Farbe des Symbols haben und dabei in einmaliger Weise funkeln und leuchten. Herzanhänger können aber auch massiv aus Gold und Silber gefertigt sein. Es gibt solche zum Aufklappen, in denen das Bild des Liebsten verwahrt werden kann. Auch verschlungene Herzen werden als Anhänger angeboten oder solche mit persönlichen Gravuren. Hochwertige Herzanhänger werden auch aus Tigerauge und anderen Edelsteinen gefertigt. Der spanische Schmuckhersteller Engelmacher fertigt filigrane, durchbrochene Silberherzen als Glücksbringer, die beim Tragen leise läuten. Jeder Herzanhänger, egal wie er ausschaut, ist immer ein Statement für die Liebe und die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.

Namensanhänger

Namensanhänger: eine sehr individuelle Form des Schmucks
Namensanhänger sind eine sehr individuelle Form des Schmucks. Dabei können solche Schmuckstücke ganz unterschiedlich ausgeführt sein. Es gibt Namensanhänger in Form von runden oder rechteckigen Scheiben aus Silber, Gold oder Edelstahl, auf den der Wunschname oder auch ein Geburtsdatum individuell eingraviert werden. Das kann der Name eines geliebten Menschen, des eigenen Kindes und womöglich sogar der eigene Name sein. Natürlich können auch mehrere Namen auf einen Namensanhänger graviert werden. Das bietet sich an, wenn man die Namen all seiner Kinder gern bei sich trägt. Einen ähnlichen Zweck erfüllen sogenannte russische Ringe. Das sind flache Ringe mit Namensgravuren, von denen mehrere auf einer Kette aufgefädelt werden können. Natürlich erfüllen mehrere kleinere, am besten längliche und schmale Namensanhänger auf einer Kette den gleichen Zweck. Des Weiteren gibt es Namensanhänger, bei denen der gewünschte Schriftzug direkt in eine Kette aus Gold oder Silber eingearbeitet ist. Eine weitere Form von Namensanhängern sind auf Bänder aufgezogenen Kugeln oder Würfel mit Buchstaben. Diese Art von Namensanhängern kann sich jedes Kind einfach selber basteln.

Armschmuck

Ein Armband oder auch ein Armreif umschließt das Handgelenk und unterstreicht jede unserer Gesten. Mit einem Armband ist in der Regel ein Schmuckstück aus flexiblem Material wie etwa einer Kette gemeint. Es kann aus Metall, aber auch aus Perlen, Korallen, textilen Materialien, Kunststoff oder Leder bestehen. Daran können je nach Vorliebe ein oder auch mehrere Anhänger verschiedener Motive getragen werden. Ein Armreif hingegen ist nicht flexibel, sondern starr. Er kann ebenfalls aus Metall, aber auch aus Holz, Horn und weiteren Materialien bestehen. Das Tragen von Armbändern konnte schon für die Steinzeit nachgewiesen werden. Für frühe Exemplare verwendeten die Urmenschen Tierzähne, Horn oder auch Bernstein. Seit der Mensch in der Lage ist Metall zu verarbeiten, wurden aus Ringen, Blättchen, Scheiben und Perlen Ketten für Hals und Arme gefertigt. Aus Silber und Gold gearbeitete Armbänder waren gleichermaßen Wertgegenstände, Schmuckstücke und flexibles Zahlungsmittel. Für Jäger und Krieger vergangener Epochen war das Armband ein Schutzschild. Bei den Kelten galten aufwendig gearbeitete Silberarmbänder als Symbole von Macht und Zugehörigkeit zur Adelsklasse. Die vom Armreif abgeleitete Armilla, die Armspange, war ein fester Bestandteil des Krönungsornats deutscher Kaiser. Im zivilen Leben in Europa trugen ab dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein fast ausschließlich Frauen Armbänder. Armbänder können heute ganz individuelle Schmuckstücke für Männer und Frauen sein. Sehr beliebt sind aber auch Freundschafts- oder Partnerarmbänder als Zeichen der Zusammengehörigkeit zweier Menschen.

Armband

Armbänder aus verschiedenen Materialien
Als Armband bezeichnet man gemeinhin einen Armschmuck, der sich flexibel ums Handgelenk legt. Armbänder können dabei sehr unterschiedlich sein. Gliederarmbänder sind meist aus Metall oder Edelmetall gefertigt. Es gibt breite Armbänder und ganz schmale, solche aus Perlen, Bernstein und Muscheln, aber auch Armbänder aus glattem oder geflochtenen Leder und textilen Materialien. Durchaus können auch mehrere, verschiedene Armbänder an einem Handgelenk getragen werden. Auf Armbänder lassen sich ein oder mehrere Anhänger aufziehen. Symbolische Anhänger mit ganz unterschiedlichen Motiven sind für viele Armbandträger persönliche Glücksbringer im Alltag. Armbänder können als Partnerarmbänder ein Paar verbinden oder als Freundschaftsarmbänder eine Freundschaft besiegeln. Armbänder sind auch attraktive Schmuckstücke für Männer, schließlich diente das Armband in früheren Zeiten als Schutzschild für Krieger und Jäger. Armbänder sind eine der ältesten Schmuckstücke in der Geschichte des Schmückens. Schon ehe die Menschen Metalle verarbeiten konnten, wurden Armbänder aus Tierzähnen, Muscheln, Federn und Holz hergestellt. Seitdem Menschen die Verarbeitung von Metallen möglich ist, fertigten sie auch Armbänder aus kleinen Blättchen, Kugeln und Ringen.

Armreif

Armreif aus Edelmetall
Im Gegensatz zum Armband ist ein Armreif massiv und starr. Er kann aus Metallen und anderen harten Materialien wie Horn, Knochen und Steinen bestehen. Schon im fünften Jahrtausend vor Christus wurden in Syrien kunstvolle Armreifen aus Gold gefertigt. Armreifen aus Metallen eignen sich besonders gut, um sie mit persönlichen Gravuren versehen zu lassen. Kunstvoll durchbrochene Armbänder aus Silber oder Gold wirken durchaus auch leicht und zart wie eine Spitze. In massiven Armbänder aus Edelmetallen werden auch Edel- und Schmucksteine eingearbeitet. Sehr schön sind kunstvoll geflochtene oder gedrehte Armreifen aus Metall. Armreifen können geschlossene Ringe sein, aber auch flexible Verschlüsse haben oder offen sein wie eine antike Armspange. Sehr beliebt bei Männern und Frauen sind Armreifen aus massivem Silber mit keltischen Motiven oder handgearbeitete Silberarmreifen aus dem Nepal. An Armreifen können durchaus kleine Schmuck- oder Motivanhänger befestigt sein.

Broschen

Brosche: zeitloses Schmuckstück aus Gold und Edelsteinen
Die Brosche scheint ein Schmuckstück zu sein, das heute etwas aus der Mode gekommen ist. Tante Hildegard trug dereinst vielleicht noch eine Brosche zum Sonntagsstaat, aber heute? Dabei ist die Brosche immer noch ein interessantes Schmuckstück und Accessoire, mit dem so manches Outfit aufgepeppt werden kann. Das Wort Brosche kommt aus dem Lateinischen und Französischen und bedeutet soviel wie Spitze im Sinne von Vorstecknadel. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff auch im deutschen Sprachraum gebräuchlich. Vorher nannte man vergleichbare Schmuckstücke Fürspann oder auch Fibel. Broschen jüngeren Datums sind keine einfachen Nadeln mehr, sondern sie funktionieren meist nach dem Prinzip der Sicherheitsnadel. Broschen wurden schon in der Bronzezeit und in der Antike getragen. Sie waren Gewandschließe und Schmuckstück zugleich. Die ab dem frühen Mittelalter in Europa verbreiteten Broschen waren von emaillierten, scheibenartigen Schmuckstücken aus Byzanz inspiriert. Im 14. Jahrhundert erfand man den Knopf und Broschen wurden zum reinen Zierobjekt. Sie hatten die Form von Schleifen, Blumen oder Blumengebinden und waren mit Perlen und Edelsteinen besetzt. Auch Broschen mit Porträts und Gemmen kamen in Mode oder solche, die man auf ein Band aufziehen konnte, um sie als Halsschmuck zu tragen. Heute gibt es immer noch eine reiche Auswahl an Broschen, mit denen man aus einer schlichten Bluse oder einem Pullover etwas Besonderes machen kann. Dank der Erfindung von Strasssteinen müssen diese auch gar nicht so teuer sein.

Uhren

Mit dem Eintritt ins digitale Zeitalter sind Uhren wieder mehr zu Schmuckstücken geworden, denn das Smartphone hat sie als Messgerät für die Zeit nahezu überflüssig gemacht. Allerdings werden auch moderne Uhren immer smarter. Das Wort Uhr leitet sich vom lateinischen Wort hora für Stunde ab. Erste Uhren gab es schon im alten Ägypten, doch die Armbanduhr verbreitete sich tatsächlich erst im 20. Jahrhundert. Armbanduhren waren immer auch Statussymbole. Namen wie Rolex, Cartier, Breitling, Patek Philippe oder Chopard verbinden wir automatisch mit Luxus, Erfolg und Hollywood in seiner Blüte. All diese Uhren gibt es immer noch und sie sind Luxusgüter geblieben. Daneben existieren es aber auch viele solide Marken im mittleren Preissegment, die gut aussehen und immer mehr können. Auch junge Menschen entdecken die Armbanduhr wieder. Sie ist ein Accessoire mit Funktion und schmückt nicht weniger als ein schönes Armband. Die Ausführungen moderner Uhren für Männer, Frauen und Kinder sind sehr vielfältig. Sie haben analoge und/oder digitale Ziffernblätter und ein klassisches oder modernes Design.

Prägung

Münzen und Barren aus Gold und anderen Edelmetallen wie Platin, Palladium und Silber sind in der Regel mit einer Prägung versehen, die einerseits die Prägeanstalt ausweist, andererseits den Feingehalt des Metalls angibt. Für Prägung wird auch der Begriff Punzierung oder einfach nur Punze verwendet. Bei Schmuck aus Edelmetall nennt man die Punzierung auch umgangssprachlich Stempel. Dieser Stempel gibt Auskunft über den Feingoldgehalt beziehungsweise die Legierung. Moderner Goldschmuck hat meist die Prägungen 333, 585 oder 750, was einem Feingoldgehalt von 33,3, 58,5 und 75 Prozent entspricht oder in den alten Angaben auch 8, 14 und 18 Karat. Münzen aus Gold haben überwiegend einen Feingehalt von 22 Karat und verfügen über eine entsprechende Prägung. Der Feingehalt wird hier auch Feine, Feinheit oder Korn genannt. Goldbarren sind mit der Zahl 999,9 geprägt und bestehen damit zu hundert Prozent aus Gold. Das entspricht 24 Karat.

Punzierung

Als Punzierung bezeichnet man vor allem bei Schmuck aus Edelmetallen und goldenen Uhren die Angabe des Feingehaltes. Als Werkzeug hierfür dient ein Stempel, der Punziereisen genannt wird. Auch Edelmetallmünzen und Edelmetallbarren werden mit einer Punzierung oder mit einer Prägung versehen, je nachdem, ob sie gegossen oder geprägt sind. In Deutschland wird der Feingehalt durch die Punzierung in „ganzzahligen Tausendstel“ angegeben. Geläufig sind beispielsweise für Gold die Punzierungen 333, 585 und 750, wobei der reine Goldanteil in den Legierungen entsprechend 33,3, 58,5 und 75 Prozent beträgt. Für Silber sind die Punzierungen 835 und 925 üblich und für Platin 950.