Bei wem sollte man sein Altgold am besten verkaufen?

Altgold, Münzen, Zahngold und ein Ankauf-Quittung

Für den Verkauf von Altgold scheint der Zeitpunkt gerade günstig. Vielleicht erwägen Sie den Verkauf von Gold, weil Sie eine größere finanzielle Transaktion planen oder Ihre finanzielle Situation gerade etwas heikel ist. Doch Vorsicht! Auch jetzt will der Zeitpunkt genau gewählt werden. Erst kürzlich reagierte aufgrund der US-amerikanischen Geldpolitik der Goldpreis ganz extrem und schwankte innerhalb nur einer Stunde in einer Höhe von 40 Dollar pro Feinunze. Die Frage ist nun, wo Sie Ihr Gold am besten verkaufen sollten. Zuerst einmal sollten Sie den Wert Ihres Goldes selber bestimmen. Bei gängigen Münzen wie dem Maple Leaf aus Kanada oder der Krugerrand aus Südafrika sowie bei Barren bekannter Prägeanstalten ist die Wertbestimmung einfach. Auf zahlreichen Portalen im Internet sind hierfür die tagesaktuellen Preise leicht zu ermitteln.

Auch für Ihre Goldlegierungen können Sie den Wert bestimmen

Auch für Ihre Goldlegierungen können Sie den Wert selbst bestimmen. Dafür finden Sie im Internet auf Portalen von Schmuck- und Edelmetallhändlern und auf unkommerziellen Ratgeberportalen sogenannte Goldrechner. Die Goldrechner sind mit der internationalen Börse für Gold- und Edelmetallhandel verbunden und werden permanent aktualisiert. Bei genauen und guten Goldrechnern sind immer auch die tagesaktuellen Preise für gängige Edelmetalllegierungen genannt. Goldschmuck ist in der Regel gestempelt. Der meiste Goldschmuck besteht aus 333er oder 585er Gold und hat demnach einen Feingoldgehalt von 33,3 oder 58,5 Prozent. Für diese und weitere Legierungen finden Sie auf einem Goldrechner genaue Wertangaben. Sie müssen Ihren Schmuck nach Legierungen getrennt möglichst genau wiegen und können dann ganz einfach den aktuellen Tagespreis ermitteln. Achtung! Nicht goldene Anteile müssen vorher entfernt werden. Etwas schwieriger stellt sich die Wertermittlung bei ungestempeltem Schmuck oder bei Dentalgold dar. Dann sollten Sie am besten Ihren Schmuckhändler vor Ort aufsuchen, der das Goldstück für Sie analysiert, und zwar kostenlos. Es gibt durchaus auch seriöse Händler und Goldschmiede, denen man sein Gold zum Schätzen und zum Verkauf zusenden kann. Kosten und Versicherung für den Versand sollte der Händler übernehmen und er sollte Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels sein.

Gold verkaufen Sie am besten bei niedergelassenen Händlern

Goldankauf-Schild Ladengeschäft

Gold verkaufen Sie am besten bei niedergelassenen Händlern. Seriöse Händler bieten auch einen versicherten Postversand und die Schätzung von Gold und Schmuck an. Das ist ein sicherer Weg, wenn Sie mit Ihrem Gold nicht direkt vor Ort erscheinen können. Manche Händler lassen die Ware auch bei ihren Kunden abholen. Wer gängige Münzen oder Barren verkauft, kann das auch online tun. Die Preise für Krugerrand und Co. sind schließlich unstrittig, aber Vorsicht, auch hier gibt es schwarze Schafe und die Ankaufspreise können von Händler zu Händler durchaus stark differieren. Meiden sollte man in jedem Fall Goldhändler, die in kleineren Zeitungen oder in der U-Bahn Werbeanzeigen schalten und darin das Blaue vom Himmel versprechen. Prinzipiell gilt beim Goldverkauf: Je aufwändiger es ist, einen Gegenstand aus Gold zu prüfen, umso höher sind auch die Kosten für den Verkäufer. Die Kosten für die labortechnische Untersuchung, die Zertifizierung und die Weitergabe an eine Scheideanstalt können durchaus bis zu 15 Prozent des Wertes betragen. Das ist für den Verkäufer zwar bitter, aber es ist eine gängige und berechtigte Praxis. Ob Sie den Verkauf von physischem Gold versteuern müssen, hängt davon ab, wie lange er in Ihrem Besitz ist. Wenn Ihnen das Gold länger als ein Jahr gehört, ist der Gewinn für Sie steuerfrei. In 99 von 100 Fällen wird das der Fall sein. Beim niedergelassenen Händler erhalten Sie für Ihr Gold sofort Bargeld.