In welches Gold lohnt es sich am meisten zu investieren?

Ein Sparschwein und viele Goldmünzen

Wer in Gold investieren möchte, muss nicht zwangsläufig physisches Gold kaufen. Investitionen können auch in “Papiergold” oder aber in Goldminenaktien fließen. Die Frage ist nur, welche dieser drei Möglichkeiten für Sie die Beste ist. Entscheidend bei der Wahl Ihrer Geldanlage ist, wie lange Sie diese halten möchten, ob die Anlage vor allem dem Vermögensschutz dienen soll oder ob Sie Ihr Geld vermehren möchten. Auch Ihre persönliche Präferenz hat einen großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung.

Physisches Gold

Physisches Gold ist der Klassiker unter den Goldanlagen. Sie können es in Form von Goldbarren, Goldmünzen, Medaillen, Kunstgegenständen oder Schmuck erwerben. Da physisches Gold vornehmlich als Wertspeicher fungiert und die größte Sicherheit bietet, eignet es sich insbesondere für längerfristige Anlagezeiträume. Dennoch ist es möglich, das Gold zu jedem beliebigen Zeitpunkt zum aktuellen Goldpreis bei einem Edelmetall-Händler zu verkaufen. Obwohl physisches Gold also vor allem dem Vermögensschutz dient, so lassen sich durch den Verkauf im Idealfall doch Gewinne erzielen, wenn günstige Kursveränderungen optimal genutzt werden.

Goldbarren und Goldmünzen

Beim Kauf von physischem Gold darf allerdings nicht vergessen werden, dass neben Feingold auch Goldlegierungen im Umlauf sind. Entscheiden Sie sich für den Kauf von Goldbarren, bestehen diese zu mindestens 999 von 1.000 Teilen aus reinem Gold. Das Feingold wird auch mit der Bezeichnung 24 Karat beschrieben. Gerade Schmuck, aber auch Münzen müssen nicht zwangsläufig auf Feingold bestehen. Ihnen wurden bei der Herstellung womöglich andere Metalle wie Silber oder Kupfer zugefügt – meist nicht aus betrügerischer Absicht, sondern viel mehr, um die Münze oder das Schmuckstück härter zu machen. Reines Gold ist nämlich ein sehr weiches Metall. Ein üblicher Feingehalt bei Münzen wie etwa der Krügerrand-Goldmünze sind 916,17 von 1.000 Teilen Feingold, die 22 Karat entsprechen.

Wollen Sie keine Goldbarren kaufen, sollten Sie beim Kauf von Goldschmuck und Goldmünzen zunächst in Erfahrung bringen, wie viel Gold tatsächlich enthalten ist. So erleben Sie bei einem späteren Weiterverkauf auch keine bösen Überraschungen.

Unter Umständen ist das von Ihnen vorgesehene Anlagevolumen aber auch nicht groß genug, um einen oder gar mehrere Goldbarren zu erwerben. In einem solchen Fall eignen sich Münzen ideal als Alternative. Besitzen Sie hingegen ein großes Vermögen und möchten einen höheren Anteil in physisches Gold investieren, lohnt sich wiederum der Kauf von Goldbarren – je nach Anlagevolumen auch mit höherem Gewicht. Umgerechnet auf die Kosten pro Gramm sind größere Barren nämlich günstiger als kleine Goldstücke. Gleichzeitig sollten Sie allerdings auch bedenken, dass große Goldbarren auch als Gesamtes wieder verkauft werden müssen. Wer sich bei einem späteren Verkauf mehr Flexibilität wünscht, profitiert hier ganz klar von kleineren Goldmünzen, die auch in kleinen Tranchen wieder veräußert werden können.

Papiergold

Laptop, Charts und Gold

Der Begriff “Papiergold” bezeichnet umgangssprachlich Finanzprodukte, mit denen kein physisches Gold erworben wird, deren Kursentwicklung sich aber direkt vom Goldpreis ableitet. Einzelne Ausnahmen gibt es hier natürlich, etwa in Form von ETCs. Hierbei handelt es sich um Zertifikate mit einem Auslieferungsanspruch. Das bedeutet, dass der Anleger sich den Wert seiner Zertifikate in Form von physischem Gold auszahlen lassen kann. Wahrgenommen wird diese Möglichkeit an den Terminmärkten für Futures und Optionen allerdings nur von einem sehr geringen Anteil der gehandelten Kontrakte. Normalerweise findet ein Barausgleich statt, um die Terminkontrakte durch ein Gegengeschäft zu begleichen. Geeignet ist das Papiergold vor allem für Anleger, die kurzfristig spekulieren wollen. Der Vorteil ist hier, dass das Gold nicht vom Anleger selbst gelagert werden muss und der Verkauf des Papiergoldes noch unkomplizierter abläuft, als der Verkauf von physischem Gold.

Goldminenaktien

Goldminenaktien und physisches Gold lassen sich kaum miteinander vergleichen. Die Kurse der Goldminenaktien korrelieren zumindest zu einem gewissen Teil mit dem Goldpreis, dennoch handelt es sich um zwei vollkommen unterschiedliche Arten von Werten. Durch die Investition in Goldminen beteiligen sich Anleger an Unternehmen, die sich der Goldförderung widmen. Je nach Unternehmen kann es sich hier allerdings um ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche handeln. So bauen die einen als reine Goldförderer ausschließlich Gold ab, während die anderen als sogenannte Beiförderer andere Rohstoffe abbauen und Gold lediglich als Nebenprodukt gewinnen. Explorer dagegen finden neue Minen und bereiten diese auf die Förderung vor – sie bauen das Gold jedoch nicht selbst ab.

Goldmine und ein LKW

Auf dem Markt gibt es also zahlreiche verschiedene Goldminenaktien. Anleger, die sich dafür entschieden haben, weder in physisches Gold noch in Papiergold zu investieren und lieber auf Goldminenaktien setzen, müssen sich im Vorfeld sehr genau überlegen, welche Aktien die meisten Gewinnchancen bergen – denn letztendlich geht es bei der Investition in Goldminenaktien nicht mehr darum, das eigene Vermögen zu schützen, sondern es zu vermehren.

Die sinnvollste Investitionsmöglichkeit

Welche die beste Goldanlage für Sie ist können wir nicht beantworten. Es kommt sehr stark darauf an, welche Ziele Sie mit dem Investment verfolgen. Möchten Sie Aktienhandel betreiben und dadurch kurz- bis mittelfristig Gewinne erzielen, kann sich eine intensive Auseinandersetzung mit Goldminenaktien lohnen. Geht es Ihnen hingegen mehr um den Schutz Ihres Vermögens, empfiehlt sich die Investition in physisches Gold oder in Papiergold. Für welche Variante Sie sich entscheiden ist nun davon abhängig, ob Sie das Gold in eigenen Händen halten möchten oder ob Ihnen die Lagerung des Edelmetalls doch zu aufwändig erscheint. Papiergold können Sie in der Regel etwas schneller und kurzfristiger verkaufen als das physische Gold, bei dem Sie wiederum auch auf den Feingehalt achten müssen.